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Elektrodentechnologien

Elektrolytische Verzinkung von Stahl

Ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen industriellen Infrastruktur

10/22/2025 - 12.00 AM

Stahl ist das Rückgrat der modernen Industrien, die unser tägliches Leben prägen – von Fahrzeugen und Haushaltsgeräten über Infrastruktur und Bauwesen (wie Brücken, Rohrleitungen und Gebäude) bis hin zu Materialien, die mit Trinkwasser in Berührung kommen. Die Festigkeit, Formbarkeit und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis von Stahl machen ihn in allen Branchen unverzichtbar; seine Anfälligkeit für Korrosion, insbesondere in feuchten oder chemisch aggressiven Umgebungen, stellt jedoch eine erhebliche Herausforderung dar. Der Schutz von Stahl vor Rost und Zersetzung ist unerlässlich, um die strukturelle Integrität zu gewährleisten und die Lebensdauer der Produkte zu verlängern – hier kommt die elektrolytische Verzinkung (EGL) ins Spiel.

Elektrolytische Verzinkung von Stahl

Was ist Galvanisieren?

Die Galvanisierung (auch als Galvanoplastik bekannt) ist ein elektrochemischer Prozess, bei dem eine dünne Zinkschicht auf die Oberfläche von Stahl aufgebracht (oder aufgeschichtet) wird, um diesen vor Korrosion zu schützen. Im Gegensatz zur Feuerverzinkung, bei der der Stahl in geschmolzenes Zink getaucht wird, erfolgt die Galvanisierung bei Raumtemperatur mittels einer elektrolytischen Zelle, was eine präzise Kontrolle über die Dicke und Gleichmäßigkeit der Beschichtung ermöglicht. Das Verfahren verbessert nicht nur die Korrosionsbeständigkeit, sondern auch das Aussehen der Oberfläche und die Farbhaftung, was es in Branchen, die hochwertige Oberflächen erfordern, wie der Automobil- und der Haushaltsgeräteindustrie, sehr beliebt macht.

Electrogalvanizing process by De Nora

Das EGL-Verfahren

Der Elektrogalvanisierungsprozess beginnt mit der gründlichen Reinigung der Stahlbleche oder -bauteile, um Öl, Rost und andere Verunreinigungen zu entfernen. Nach der Reinigung wird der Stahl in ein Elektrolytbad getaucht, das eine Zinksalzlösung enthält, in der Regel Zinksulfat oder Zinkchlorid. Anschließend wird ein elektrischer Strom durch das Bad geleitet. Der Stahl fungiert als Kathode (negative Elektrode), während die Anoden am gegenüberliegenden Ende der Zelle platziert werden. Wenn der Strom fließt, wandern die Zinkionen im Elektrolyten zur Oberfläche des Stahls und werden zu metallischem Zink reduziert, wodurch eine zusammenhängende und schützende Schicht entsteht. Die Dicke dieser Schicht lässt sich durch Steuerung der Stromdichte und der Galvanisierungszeit einstellen. Der Prozess ist relativ schnell und eignet sich ideal für kontinuierliche Verfahren, wie beispielsweise die Beschichtung von Coils.

Welche Rolle spielen unlösliche Anoden bei der EGL?

Eine wesentliche Komponente dieses elektrochemischen Prozesses ist die Anode. In herkömmlichen galvanischen Systemen lösen sich lösliche Anoden aus Zink mit der Zeit auf und geben dabei Zinkionen an die Lösung ab. In der modernen Galvanotechnik werden jedoch meist unlösliche Anoden verwendet, insbesondere bei hochleistungsfähigen und großtechnischen Verfahren. Diese Anoden, die mit einem Mischmetalloxid (MMO) auf einem Titansubstrat beschichtet sind, lösen sich nicht auf, sondern fungieren als stabile Leiter, die die Oxidationsreaktion erleichtern, welche den Stromfluss im System aufrechterhält.

Eines der weltweit führenden Unternehmen in der Herstellung von unlöslichen Anoden für die Galvanisierung ist De Nora. Bekannt für seine Innovationen im Bereich elektrochemischer Technologien, bietet De Nora fortschrittliche Anodenlösungen an, die die Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit von Metallveredelungsprozessen steigern. Die DSA®-Anoden des Unternehmens, die in den 1960er Jahren Pionierarbeit leisteten, sind heute ein Industriestandard für verschiedene elektrolytische Anwendungen, einschließlich EGL.

Die DSA-Anoden von De Nora sind darauf ausgelegt,

• eine gleichmäßige Stromverteilung zu gewährleisten,

• eine lange Lebensdauer zu bieten und

• Wartungsaufwand und Ausfallzeiten auf ein Minimum zu reduzieren.


Diese Eigenschaften sind in kontinuierlichen Stahlverarbeitungsanlagen von entscheidender Bedeutung, wo Ausfallzeiten zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen können. Darüber hinaus ermöglicht der Einsatz unlöslicher Anoden eine präzise Prozesssteuerung, wodurch Zinkverschwendung reduziert und die Stabilität des Elektrolyten sowie das Kostenmanagement verbessert werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Galvanisierung eine unverzichtbare Technik zur Steigerung der Haltbarkeit und des Werts von Stahl in allen Branchen ist. Durch die Nutzung der kontrollierten elektrochemischen Zinkabscheidung und fortschrittlicher Materialien wie der unlöslichen Anoden von De Nora können Hersteller korrosionsbeständige Produkte mit hohen ästhetischen und funktionalen Standards anbieten.

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